Für Menschen, die das Nachtleben lieben, ist ein Job als Barkeeper oft attraktiv. Ein Barkeeper bzw. eine Barkeeperin ist damit beschäftigt, Cocktails zu mixen, Getränke zu servieren und in einer vibrierenden Atmosphäre eine wichtige Rolle zu übernehmen. Die wichtigsten Fragen rund um den Beruf Wie “Wie wird man Barkeeper?”, “Was muss man als Barkeeper wissen?” und “Was verdient man als Barkeeper?” beantworten wir in diesem Artikel.
Was macht ein Barkeeper?
Als Barkeeper mixt man alkoholische und alkoholfreie Getränke zusammen und serviert sie. Das ist aber lange nicht alles, was ein Barkeeper tut. Er berät auch die Gäste zu passenden Getränken, kassiert und sorgt dafür, dass die Bar sauber und ausreichend bestückt bleibt. Zum Job gehört es auch, Vorräte zu überprüfen und mitunter neue zu besorgen und die Zutaten für Getränke vorzubereiten. Außerdem ist ein guter Umgang mit den Gästen ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags.
Wie wird man Barkeeper?
Wie wird man Barkeeper?Sie können über eine Berufsausbildung wie Hotelfachkraft oder Fachkraft für Gastronomie in die Branche einsteigen und Barkeeper werden. Viele Interessierte wagen aber auch den Quereinstieg und es ist nicht zwingend notwendig, eine spezifische Ausbildung zu machen, um Barkeeper zu werden. Wenn Sie die notwendige Motivation und ein gutes Auftreten mitbringen, können Sie die notwendigen Fähigkeiten auch im laufenden Betrieb lernen.
Voraussetzungen für den Beruf
Damit Ihre Bewerbung als Barkeeper erfolgreich ist, brauchen Sie also nicht zwangsläufig eine Barkeeper-Ausbildung. Sie müssen aber unbedingt einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem folgende Fähigkeiten und persönliche Eignungen:
- Sie müssen schnell und präzise arbeiten können.
- Sie müssen Freude am Umgang mit Menschen und Lust auf Kommunikation haben.
- Sie brauchen ein positives Auftreten.
- Sie müssen bereit sein, abends oder nachts und oft auch am Wochenende zu arbeiten.
- Sie müssen körperlich fit und belastbar sein.
- Sie müssen willens und fähig sein, im Team zu arbeiten.
- Sie müssen äußerlich gepflegt sein.
- Sie müssen mit Stress umgehen können und einen kühlen Kopf bewahren, auch wenn einmal mehr los ist.
Als Barkeeper haben Sie keinen leichten Job, denn Sie müssen oft vielen Kunden gleichzeitig gerecht werden und arbeiten nicht selten bis tief in die Nacht. Außerdem bewegen Sie sich viel und könnten anfangs auch körperlich erschöpft sein. Wenn Sie den Umgang mit Menschen und das Zubereiten von Getränken aber genießen, kann der Job viel Spaß machen und mit der Routine kommt auch die Sicherheit.
Barkeeper-Kurse und Weiterbildungen
Es gibt keine herkömmliche Berufsausbildung, die direkt zum Job als Barkeeper führt, es gibt aber Weiterbildungskurse und Zertifikate, die Ihnen eine Grundlage für die Arbeit als Barkeeper bieten können. Private Weiterbildungsanbieter oder Barschulen können ein Raum sein, indem Sie die theoretischen Hintergründe besser kennenlernen und sich ohne Druck ausprobieren können. Folgende Dinge können Sie in solchen Kursen unter Umständen lernen:
- Cocktail- und Mixtechniken.
- Den Umgang mit Hygienevorschriften.
- Grundlagen des Services.
- Fachwissen über Spirituosen.
- Die Organisation einer Bar.
Wenn Sie wirklich für den Job als Barkeeper brennen und ein echter Experte für Getränke und Service werden möchten, kann ein solcher Kurs sinnvoll sein. Den tatsächlichen Job lernen Sie aber in der Praxis und ein Weiterbildungskurs ist hier hingegen eher ergänzend zu sehen.
Welche Fähigkeiten braucht ein Barkeeper?
Als Barkeeper brauchen Sie einige Fähigkeiten, die Sie in der Regel in der Praxis lernen, wenn Sie die notwendigen Bedingungen mitbringen, die wir oben beschrieben haben. Dazu gehören folgende Fähigkeiten:
- Sie brauchen ein weitreichendes Wissen über Cocktails, Spirituosen und andere Getränke.
- Sie müssen Ihre Kunden professionell und freundlich bedienen.
- Sie müssen schnell und präzise arbeiten können, um auch bei viel Betrieb alle Kunden zufriedenstellen zu können.
- Sie müssen in der Lage sein, sich viele Dinge zu merken.
- Sie müssen unter Druck freundlich und gutgelaunt bleiben und Ihre Arbeit schnell, aber nicht hektisch ausüben können.
- Sie müssen verantwortungsbewusst sein und ggf. die Vorlage eines Ausweises verlangen, wenn Sie alkoholische Getränke ausschenken.
- Sie müssen einen guten Überblick über die Bestände, Kunden und vieles mehr haben und brauchen organisatorische Fähigkeiten.
Barkeeper gehen außerdem mit Geld um und kassieren und bedienen Kassensysteme. Sie müssen daher sicher im Umgang sein und aufmerksam arbeiten.

Wie viel verdient ein Barkeeper?
Wie viel verdient man als Barkeeper? Während es in einem Weiterbildungskurs kein Barkeeper-Ausbildungsgehalt gibt, bekommen Sie für Ihre Arbeit hinter der Theke natürlich einen Lohn. Barkeeper gehört aber zu diesen Jobs, die viele Variablen beim Gehalt aufweisen, denn oft beeinflussen Trinkgelder und andere Faktoren das Gehalt maßgeblich. Der deutschlandweite Durchschnittslohn für den Überbegriff “Barkeeper” liegt nach unseren statistischen Erhebungen bei 31.560 Euro jährlich. Das ist aber gerade für einen Beruf wie Barkeeper wirklich nur ein grober Richtwert. Folgende Faktoren haben unter anderem einen Einfluss auf das tatsächliche Gehalt im Einzelfall:
- Ihre Berufserfahrung als Barkeeper hat einen Einfluss auf das angebotene Gehalt, aber auch auf die Höhe der Trinkgelder.
- Je nachdem, ob Sie in einem Hotel, einem Restaurant oder einer Strandbude arbeiten, können Sie höhere oder niedrigere Gehälter erwarten.
- Nachtarbeit und Wochenendarbeit können Zuschläge zur Folge haben.
- Der wichtigste Faktor ist Trinkgeld. Gerade in hochwertigeren Betrieben wird mitunter ein nennenswertes Trinkgeld bezahlt, das einen massiven Einfluss auf das Gehalt haben kann.
Wenn Sie beispielsweise zum Barchef befördert werden oder Ihren eigenen Betrieb eröffnen, können Sie überdies natürlich mehr Geld verdienen als Barkeeper.
Welche Karrierechancen bietet der Beruf?
Wenn Sie gut ausgebildet sind und Berufserfahrung als Barkeeper gesammelt haben, stehen die Einstellungschancen gut. Sowohl innerhalb von Deutschland als auch im Ausland werden Barkeeper gesucht. Sie können in Hotels, Restaurants oder Cocktailbars arbeiten und mitunter gute Gehälter und gehobene Trinkgelder kassieren. Außerdem können Sie natürlich weitere Karriereschritte gehen und sich beruflich weiterentwickeln.
Spezialisierung auf Cocktails und Mixologie
Barkeeper können sich zum Beispiel auf Mixologie spezialisieren. Sie beschäftigen sich in diesem Zuge intensiv damit, Getränke und Cocktails zu entwickeln und herzustellen. Außerdem kennen sie verschiedene Zubereitungstechniken. Eine solche Zusatzqualifikation kann natürlich wertvoll sein und ein höheres Gehalt nach sich ziehen.
Selbstständigkeit mit eigener Bar
Das größte Risiko, aber auch die größten Chancen, bietet die Selbstständigkeit. Als guter Barkeeper steht es Ihnen natürlich frei, eine eigene Cocktailbar oder ein anderes Unternehmen zu gründen und sich selbstständig zu machen. Dann tragen Sie die komplette Verantwortung und können im schlechtesten Fall eine Pleite erleben. Mit etwas Glück und Sachverstand haben Sie aber auch die Chance, viel Geld zu verdienen und einen erfolgreichen Betrieb aufzubauen.
Lohnt es sich, 2026 Barkeeper zu werden?
Ob es sich lohnt, Barkeeper zu werden, hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt eine stabile Nachfrage nach erfahrenen Barkeepern und Sie werden in vielen Hotels, Restaurants oder Cocktailbars eine Anstellung finden. Der finanzielle Aspekt hängt stark von dem Arbeitsplatz und den damit verbundenen Trinkgeldern ab. Der Job als Barkeeper kann durchaus lukrativ sein, mitunter ist er aber auch eher schlecht bezahlt. Sie haben mit Berufserfahrung und der entsprechenden fachlichen Qualität aber natürlich auch jederzeit die Möglichkeit, einen neuen Arbeitgeber zu suchen und sich weiterzuentwickeln.
Finden Sie die Position, die am besten zu Ihnen passt
Für wen eignet sich der Beruf besonders?
Der Job kann als sehr unterhaltsam und angenehm wahrgenommen werden, wenn Sie gerne viel mit Menschen in Kontakt sind und die Arbeit in der Nacht Ihnen Freude bereitet. Für andere ist diese Art von Job eine Belastung und Sie werden nicht glücklich mit einer Laufbahn als Barkeeper, wenn Sie abends lieber gemütlich auf dem Sofa liegen und Smalltalk eher unangenehm finden. Außerdem sollten Sie in Drucksituationen ruhig und freundlich bleiben und zeitlich flexibel sein. Barkeeper kann somit ein guter Job sein, es hängt aber ganz davon ab, was Ihnen Freude bereitet und ob Sie sich in diesem Arbeitsumfeld sehen.