Wenn Sie in der Küche arbeiten wollen, müssen Sie nicht immer unbedingt eine abgeschlossene Berufsausbildung als Koch mitbringen. Als Beikoch können Sie in die Gastronomie einsteigen, Lebensmittel vorbereiten und oft stückweise mehr Verantwortung übernehmen. Fragen wie “Was ist ein Beikoch?”, “Was macht ein Beikoch?” und “Wie sieht die Ausbildung als Beiköchin aus?“ klären wir in diesem Artikel.
Beikoch, Koch oder Küchenhilfe – wo liegen die Unterschiede?
In der Gastronomie gibt es verschiedene Aufgaben und unterschiedliche Kompetenzbereiche. Beikoch und Koch arbeiten oft eng zusammen. Während der Koch die Speisen zubereitet und Gerichte kreiert, hilft der Beikoch bei der Vorbereitung der Zutaten und bereitet Salate und mitunter einfache Gerichte selbst zu. Außerdem sorgt der Beikoch für Sauberkeit in der Küche und entlastet den Koch dahingehend. Eine Küchenhilfe hingegen ist mehr für das Reinigen, das Verladen von Waren, das Spülen von Geschirr und ähnliche Tätigkeiten zuständig. Ein Beikoch steht hierarchisch also zwischen dem Koch und der Küchenhilfe, wenn man es so sehen möchte.
Welche Aufgaben übernimmt ein Beikoch?
Die Beikoch-Aufgaben sind recht breit gefächert. Als Beiköchin können zum Beispiel folgende Dinge zu Ihrem Arbeitsalltag gehören:
- Beiköche bereiten teilweise sensible Zutaten wie Fleisch, Fisch oder Gemüse für die Verarbeitung durch den Koch vor.
- Sie bereiten oft eigenständig Salate zu und schälen, schneiden und verarbeiten Zutaten.
- Sie unterstützen die Köche auf deren Anweisung bei der Zubereitung von Speisen.
- Sie bereiten mitunter selbst Speisen nach Rezept zu.
- Sie sorgen dafür, dass die Küche sauber ist und Ware fachgerecht gelagert wird. Wenn eine Küchenhilfe eingesetzt wird, übernimmt diese teilweise das Ausführen der Arbeiten und der Beikoch koordiniert ggf.
Ein Beikoch ist also die Assistenz des Kochs und verantwortlich dafür, dass er sich auf seine Aufgaben konzentrieren kann. Je nach Arbeitgeber und Branche übernehmen Sie als Beikoch fast die Aufgaben eines Kochs oder assistieren nur und haben wenig Mitspracherecht.
Wie gelingt der Einstieg als Beikoch?
Es gibt keine staatlich anerkannte Beiköchin-Ausbildung. Es gibt teilweise aber Qualifizierungskurse, die Ihnen dabei helfen können, die Grundlagen des Berufes kennenzulernen. Eine Weiterbildung zur Beiköchin ist aber tatsächlich nur eine Grundlage und die eigentliche Arbeit lernen Sie dadurch nicht kennen. Deshalb verlangen Arbeitgeber in aller Regel keine Ausbildung als Beiköchin, sondern lernen Neulinge im laufenden Betrieb an und bilden sie aus. Berufserfahrung ist natürlich mehr als wertvoll, aber kein absolutes Muss. Begeisterung fürs Kochen, Flexibilität, schnelles und sorgfältiges Arbeiten, die Bereitschaft, abends oder am Wochenende zu arbeiten, und körperliche Belastbarkeit können die fehlende Erfahrung ausgleichen und überzeugen viele Arbeitgeber, Ihnen eine Chance zu geben und Sie einzustellen.
Welche Fähigkeiten machen einen guten Beikoch aus?
Beikoch kann ein anspruchsvoller Job sein. Häufig geht es in der Küche hektisch zu und viel Arbeit muss möglichst gleichzeitig erledigt werden. Das Arbeitsklima gilt auch mitunter als rau und je nach Koch stehen Sie möglicherweise unter kleinerem oder größerem Druck. Um in diesem Job zu bestehen, müssen Sie dringend ein paar Fähigkeiten mitbringen und entwickeln. Das macht einen guten Beikoch aus:
- Handwerkliches Geschick: Sie müssen Zutaten korrekt schneiden und auch unter Zeitdruck präzise arbeiten und brauchen dafür das notwendige handwerkliche Vermögen. Je geschickter Sie sind, desto schneller entwickeln Sie Routine und werden zum Küchenprofi.
- Schnelligkeit: In der Küche gehen zu Stoßzeiten häufig viele Bestellungen gleichzeitig ein und es geht mitunter hektisch zu. Sie müssen daher in der Lage sein, schnell zu arbeiten und trotzdem ruhig zu bleiben und präzise Ergebnisse zu liefern.
- Teamfähigkeit in der Profiküche: In größeren Küchen arbeiten viele Köche, Beiköche und Küchenhilfen zusammen. Aber auch in kleineren Restaurants oder Hotelküchen arbeiten Sie im Team. Als Beikoch sollten Sie daher teamfähig sein und sich mit den Kollegen koordinieren und abstimmen, um sich gegenseitig das Leben zu erleichtern.
- Belastbarkeit: Die Arbeit als Beikoch ist körperlich anstrengend. Sie stehen oft lange Zeit am Stück, müssen sich aber auch immer wieder schnell bewegen, holen Dinge, arbeiten oft gebückt und tragen eventuell Zutaten und andere schwere Gegenstände. Außerdem arbeiten Sie oft bis in die Nacht hinein und zu anderen unliebsamen Zeiten und sind oft darauf angewiesen, tagsüber Schlaf zu finden. Es gibt aber natürlich auch Jobs wie zum Beispiel in Kantinen, wo Sie geregelte Arbeitszeiten haben und abends zu Hause sind.
- Lernbereitschaft und Eigeninitiative: Sie werden am Anfang viel dazulernen müssen, um einen neuen Job als Beikoch auszuüben, selbst wenn Sie schon Berufserfahrung haben. Jede Küche ist ein bisschen anders, Sie müssen lernen, was wo gelagert wird und wie die Abläufe vor Ort sind. Als Berufseinsteiger ist für Sie natürlich ohnehin alles neu und Sie müssen sich zudem an das manchmal hektische Berufsfeld gewöhnen.
Wenn Sie möchten und körperlich fit sind und ausreichend Merkfähigkeit und Lernbereitschaft mitbringen, werden Sie schnell ein guter Beikoch werden. Ein gewisses Geschick und Kenntnisse über Lebensmittel schaden aber sicher nicht.

Gehalt Beiköchin
Das Beiköchingsgehalt unterscheidet sich natürlich von Fall zu Fall und anhand einer ganzen Reihe von Kriterien. Beiköche finden in Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhausküchen oder auf Kreuzfahrtschiffen Arbeit. Je nachdem, in welcher Art von Unternehmen Sie arbeiten, können Sie ein höheres Gehalt erzielen oder müssen sich mit weniger zufriedengeben. Außerdem wird das Gehalt der Beiköchin von Faktoren wie ihrer Berufserfahrung beeinflusst. In höherklassigen Restaurants wird zudem meist mehr gezahlt als in der Systemgastronomie. Deutschlandweit untersuchen wir von Jooble Stellenausschreibungen und haben für Beiköche ein Durchschnittsgehalt von 32.558 Euro im Jahr berechnet. Das wären 15,96 Euro in der Stunde. Das Jahresgehalt geht von einer Vollzeitbeschäftigung aus, wobei viele Stellen in der Branche Teilzeitstellen sind. Das Gehalt fällt dann natürlich geringer aus.
Welche Karrierechancen bietet der Beruf?
Als Beikoch finden Sie einen einfachen Zugang zur Arbeit in der Küche und können sich für höhere Aufgaben empfehlen. In manchen Unternehmen haben Sie sogar die Möglichkeit, de facto die Aufgaben eines gelernten Kochs zu übernehmen und selbst Speisen zuzubereiten und Gerichte zu kreieren. Sie können auch unter Umständen eine Ausbildung als Koch absolvieren und selbst offiziell die Hauptverantwortung am Herd übernehmen oder sich auf einen bestimmten Bereich in der Küche spezialisieren. Für viele ist es auch interessant, dass erfahrene Beiköche oft auch international gesucht werden und Sie als so eine erfahrene Beiköchin oft die Möglichkeit haben, sich auf ein internationales Abenteuer einzulassen. Kreuzfahrtschiffe, Hotels und ähnliche Touristenangebote suchen oft mehrsprachige Personen für die Arbeit in der Küche oder im Service.
Für wen eignet sich der Beruf besonders?
Beikoch ist ein anspruchsvoller Job. Welche Aufgaben Sie am Ende tatsächlich übernehmen, hängt stark davon ab, wo Sie angestellt sind. In großen Küchen haben Sie anfangs oft eher einen kleinen Kompetenzbereich und üben oft eine spezifische Handlung wie Zwiebeln schneiden oder Karotten schälen vielfach aus, während Sie in kleineren Küchen vermutlich nahezu alle Aufgaben eines Koches unterstützen und perspektivisch momentweise übernehmen. Egal, ob Sie in einer Großküche, in einer Kantine oder im Familienrestaurant arbeiten: Wenn Sie nicht gerne mit Lebensmitteln arbeiten, sollten Sie die Stellenbeschreibung Beiköchin zur Seite legen und nach etwas anderem suchen. Sie sollten außerdem zeitlich flexibel sein und kein Problem damit haben, abends, nachts oder am Wochenende zu arbeiten. Mit Druck sollten Sie genauso gut umgehen können wie mit Hitze, körperlicher Belastung und Lautstärke. Außerdem müssen Sie verlässlich und verantwortungsbewusst sein und präzise und eigenständig arbeiten können. Die Arbeit im Team sollte Ihnen Freude machen und Sie sollten bereit sein, zu helfen, wo Sie können, und sich mit Kollegen zu koordinieren, um die bestmöglichen Abläufe zu ermöglichen und die Harmonie im Team zu erhalten.
Finden Sie die Position, die am besten zu Ihnen passt
Wie gefragt sind Beiköche auf dem Arbeitsmarkt?
In der Gastronomie ist die Mitarbeiterfluktuation klassisch hoch und es gibt, gerade in den großen Städten, immer Arbeit für motivierte Beiköche. Wenn Sie schon ein bisschen Berufserfahrung mitbringen, finden Sie hier immer einen Job. In ländlichen Regionen ist die Jobauswahl natürlich deutlich begrenzter, aber auch hier finden Sie sicher Jobs als Beikoch. Wenn Sie noch keine Erfahrung haben, müssen Sie vielleicht etwas weniger anspruchsvoll sein, haben bei der richtigen Motivation aber eine gute Chance, sich erfolgreich einzuarbeiten. Bei Jooble finden Sie jedenfalls viele spannende Stellenangebote für Beiköche und Sie können sich in Ruhe umschauen. Wir wünschen viel Erfolg bei der Jobsuche.