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Kinderpfleger-Ausbildung: Weg, Aufgaben und Gehalt in der Kita

· 6 min

Wer gerne mit Kindern arbeitet, findet im Kinderpfleger einen guten Ausbildungsberuf. Eine Kinderpflegerin unterstützt die Erzieher bei ihrer Arbeit und fördert Kinder in ihrer Entwicklung. Im folgenden Artikel beantworten wir alle Fragen zu dem Thema wie “Was macht eine Kinderpflegerin?”, “Wie viel verdient man als Kinderpflegerin?” und “Was ist der Unterschied zwischen Kinderpflegerin und Erzieherin?”. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Kinderpfleger-Ausbildung und darauf, wo man als Kinderpflegerin arbeiten kann. Am Ende des Artikels haben Sie eine grobe Idee davon, wie der Arbeitsalltag eines Kinderpflegers aussieht und welche Vor- und Nachteile der Beruf mit sich bringt. 

Was macht ein Kinderpfleger?

Was ist eine Kinderpflegerin? Kinderpfleger unterstützen Erzieher bei ihrer Arbeit. In der Regel fungiert ein Erzieher als Gruppenleitung, dazu kommt oft ein Kinderpfleger, SPA oder Ähnliches. In jedem Fall betreuen, versorgen, fördern und spielen Sie mit Kindern, wenn Sie Kinderpfleger werden. Die Altersgruppe reicht von Kleinkindern bis zur Grundschule. Kinderpfleger finden nämlich in Krippen und Grundschulen ebenso Arbeit wie in der Nachmittagsbetreuung von Grundschülern und im Kindergarten. Am häufigsten sind Kinderpfleger dabei in Kitas angestellt. Zu den typischen Aufgaben in der Kita gehört unter anderem: 

  • Kinder beim Spielen und Lernen begleiten. 
  • Angebote zur Förderung bestimmter Kompetenzen vorbereiten und durchführen. 
  • Ggf. Wickeln und Unterstützung bei der Körperpflege von Kindern. 
  • Eltern bei Fragen unterstützen und beraten. 
  • Ggf. Mahlzeiten zubereiten und bei der Nahrungsaufnahme unterstützen. 
  • Fachgespräche mit Gruppenleitung zu bestimmten Kindern führen und Entwicklungsschritte dokumentieren. 
  • Dafür sorgen, dass Hygienestandards eingehalten werden und Räume sicher und nutzbar sind. 

Ist Kinderpflegerin eine pädagogische Fachkraft? Ja, definitiv, als Kinderpfleger übernehmen Sie im Gruppenalltag wichtige pädagogische Aufgaben und sind eine pädagogische Fachkraft, auch wenn Sie oft einer Gruppenleitung unterstellt sind. Ob Sie rechtlich als pädagogische Fachkraft gelten, hängt aber vom jeweiligen Bundesland ab. 

Unterschied zwischen Kinderpfleger und Erzieher

Erzieher ist eine Art Meistergrad, Kinderpfleger sind in den Aufgaben, die sie übernehmen können und dürfen, begrenzter. Grundsätzlich beschäftigen sich beide Berufe mit ähnlichen Themen, aber der Erzieher gilt als höherwertige Ausbildung. Während der Fokus von Kinderpflegern beispielsweise mehr auf der Versorgung liegt, beschäftigen sich Erzieher tendenziell etwas mehr mit Förderung und Entwicklung. In der Praxis arbeiten beide oft nah zusammen und Aufgabenbereiche können sich überschneiden. 

Wie läuft die Kinderpfleger-Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum Kinderpfleger gilt im Regelfall als schulische Ausbildung. Sie werden also nicht direkt von einer Einrichtung ausgebildet, sondern von einer Berufsschule und machen Praktika in verschiedenen Einrichtungen. So lernen Sie den theoretischen Hintergrund kennen und werden mit dem praktischen Berufsalltag vertraut gemacht. Die Ausbildung unterscheidet sich aber abhängig vom Bundesland und die genauen Inhalte weichen ab. Im Regelfall dauert die Ausbildung zwei Jahre. In der Ausbildung bekommen Sie unter anderem Folgendes vermittelt: 

  1. Grundlagen zur Gesundheit und Ernährung der Schutzbefohlenen. 
  2. Grundlagen zur Entwicklungspsychologie. 
  3. Sichere Kommunikation mit Kindern und Eltern. 
  4. Spiel- und Freizeitpädagogik. 

Eine gute Ausbildung zum Kinderpfleger vermittelt Ihnen ein breitgefächertes Fachwissen und macht Sie zu einem Experten für jüngere Kinder. Die Antwort auf die Frage “Wie viel verdient man als Kinderpflegerin in der Ausbildung?” ist hingegen im Regelfall leider eine schlechte, denn schulische Ausbildungen werden nicht mit einem Ausbildungslohn bezahlt. 

Welche Fähigkeiten sind für Kinderpfleger wichtig?

Wenn Sie mit Schutzbefohlenen arbeiten wollen, müssen Sie dringend einige Voraussetzungen erfüllen. 

  1. Sie müssen zuerst einmal grundsätzlich Freude und Spaß an der Arbeit mit Kindern haben. Ob Sie lieber mit Krippenkindern oder Grundschülern arbeiten möchten, hängt dann ganz von Ihnen ab. 
  2. Sie müssen verantwortungsbewusst handeln und auftreten. 
  3. Sie sollten nicht zu empfindlich auf Lärm oder Stress reagieren. Im Kita-Alltag gehören Geräusche, Streit zwischen den Kindern und Ähnliches zum Alltag. 
  4. Sie sollten klar und freundlich kommunizieren können. Dabei ist es wichtig, dass Sie Ihre Kommunikation an Ihren Gesprächspartner anpassen können, je nachdem, ob Sie es mit Kindern, Eltern oder Kollegen zu tun haben. 
  5. Sie sollten Freude daran haben, im Team zusammenzuarbeiten und kooperativ und hilfsbereit zu sein, um eine gute Basis zu schaffen. Die Zusammenarbeit sollte möglichst eng sein, um den Kindern das bestmögliche Umfeld zu bieten und Ihnen den Arbeitsalltag angenehm zu gestalten. 
  6. Sie sollten auf Sauberkeit und die Einhaltung von Hygienestandards achten. 
  7. Sie sollten kreativ und einfühlsam sein. Beide Fähigkeiten sind zwingend notwendig, um Ihre Arbeit erfolgreich und gut auszuüben. 

Kinderpfleger ist ein intensiver Beruf und die Arbeit kostet Kraft. Wenn Sie empathisch sind, Kinder lieben und sich bewusst sind, dass es manchmal laut und stressig sein kann, haben Sie auch gute Chancen, dass Sie Befriedigung in Ihrer Arbeit finden. 

Wie viel verdient ein Kinderpfleger?

Während die Ausbildung unbezahlt ist, bekommen gelernte Kinderpfleger natürlich ein Gehalt. Dieses liegt laut den Erhebungen von Jooble bei aktuell 35,474 Euro im Jahr. Dieser Wert bezieht sich aber auf alle Kinderpfleger deutschlandweit und es kann im Einzelfall deutlich andere Gehälter geben. Folgende Faktoren haben einen Einfluss auf das tatsächliche Gehalt: 

  • Berufserfahrung: Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ist in der Regel deutlich geringer, als das Gehalt, das Sie bekommen, wenn Sie jahrelang in Ihrem Beruf gearbeitet haben. 
  • Einsatzbereich: Die Frage nach dem Gehalt führt auch zu der nach: “Wo kann man als Kinderpflegerin überall arbeiten?”. In Kitas und Krippen werden unterschiedliche Gehälter gezahlt, in Grundschulen wiederum sind die Bedingungen wieder anders. 
  • Standort: Die Ausbildung und der Kompetenzbereich von Kinderpflegern unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und so tut es auch das Gehalt. Das ist aber nur ein Standort-bedingter Faktor, der das Gehalt beeinflusst. Es gilt auch beispielsweise das übliche Ost-West- und Nord-Süd-Gefälle. Im Nordosten werden üblicherweise geringere Löhne gezahlt als im Südwesten. 

Welche Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich ist Kinderpfleger eine gute Erstqualifikation im Sozialbereich. Die Ausbildung ist relativ kurz und zumeist mit Real- oder sogar Hauptschulabschluss zugänglich. In einigen Bundesländern wird zusätzlich ein Praxisnachweis verlangt. Danach stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen, um sich weiterzubilden und die Karriere im Sozialbereich in Schwung zu bringen. Folgende Zusatzausbildungen oder -qualifikationen können Sie sinnvoll erwerben: 

  • Erzieher. 
  • Heilerziehungspfleger. 
  • Fachkraft für Sprachförderung, Inklusion oder Ähnliches. 
  • Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. 

Sie können zudem auch, je nach Schulabschluss, an einer Fachhochschule oder Universität studieren und somit den akademischen Weg einschlagen. Dann stehen Ihnen Studiengänge wie soziale Arbeit, Lehramt, Sonderpädagogik oder ähnliche Soziologie zur Auswahl. 

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Lohnt sich die Ausbildung zum Kinderpfleger im Jahr 2026?

In Deutschland fehlten 2024 über 125.000 Fachkräfte in Kitas. Sie haben damit sehr gute Chancen, einen Job zu finden, wenn Sie die Ausbildung absolvieren. Die finanziellen Aspekte bewerten viele Menschen im Sozialbereich eher als unbefriedigend. Das ist aber nicht zwangsläufig der Fall und die Suche nach Personal hat auch zu besseren Angeboten geführt. Dennoch gibt es definitiv Berufszweige, die finanziell lukrativer sind. Das Betriebsklima ist hingegen zumindest häufig gut und wenn die Arbeitsbedingungen gut sind und die Gruppengrößen nicht zu groß sind, mögen viele Kinderpflege nach unseren Erkenntnissen ihren Job. Der Krankenstand ist im Sozialbereich aber hoch und das drückt möglicherweise auch aus, dass die Arbeitsbedingungen de facto nicht ideal sind und Mitarbeiter überlastet sind. Sie sollten sich von den negativen Aspekten aber nicht abbringen lassen, wenn Sie tatsächlich Kinderpfleger werden wollen. Wenn die Arbeit an sich Ihnen gefällt, ist die Ausbildung in jedem Fall wertvoll. Danach sollten Sie bei der Wahl Ihres Arbeitgebers darauf achten, dass Sie die Arbeitsbedingungen kennen und sich einen Eindruck verschaffen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Die Bedingungen können sehr unterschiedlich sein und manche Stellen werden nicht zu Ihnen passen, selbst dann, wenn Sie den Beruf als Kinderpfleger an sich mögen.