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LKW-Fahrer Gehalt 2026: Was man als Fernfahrer wirklich verdient

Liliia Sydor
Liliia Sydor, Content Manager, Redakteur
· 14 min

Laut Dirk Engelhardt (Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL)) fehlen der deutschen Logistikbranche aktuell rund 120.000 Mitarbeiter. Das hat zur Folge, dass die Chancen für entsprechende Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt mehr als gut sind und Sie fast sicher davon ausgehen können, dass Sie eine Anstellung bekommen. Aber: Lohnt es sich eigentlich, unter den aktuellen Bedingungen eine Stelle als LKW-Fahrer anzutreten? Oder, mit anderen Worten: Wie viel verdient ein LKW-Fahrer? In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchem Durchschnittsgehalt Sie als LKW-Fahrer in etwa rechnen können, welche regionalen Unterschiede es bezüglich der Vergütung gibt und welche Faktoren einen Einfluss auf Ihre Gehaltsabrechnung haben. 

Was verdient ein LKW-Fahrer im Durchschnitt? 

Anhand unserer statistischen Erhebungen konnten wir für LKW-Fahrer deutschlandweit ein Durchschnittsbruttogehalt von 35.788 Euro im Jahr berechnen.  Der Durchschnittswert beträgt damit monatlich 2.982 Euro. Das Nettogehalt wiederum lässt sich schwieriger klar beziffern, da folgende Faktoren einen Einfluss auf die Abgabenlast haben: 

  • Steuerklasse – Die Steuerklasse richtet sich nach Ihrem Familienstand. Singles haben in der Regel Steuerklasse 1 und zahlen höhere Abgaben; wenn Sie verheiratet sind und Kinder haben, haben Sie zumeist Steuerklasse 3 und zahlen weniger Steuern. 
  • Sozialversicherungsbeitrag – Der Beitrag zur Sozialversicherung variiert ebenfalls und ist zum Beispiel davon abhängig, bei welcher Krankenversicherung Sie versichert sind.
  • Eine Kirchenmitgliedschaft beispielsweise bewirkt, dass Sie zusätzlich eine Kirchensteuer zahlen.

Wenn Sie sich also fragen “Was verdient ein LKW-Fahrer netto?“, müssen Sie diese Faktoren mit einberechnen. Als groben Richtwert können Sie allerdings als Single mittleren Alters von einem Nettogehalt um die 2.000 Euro ausgehen, so denn das Bruttogehalt bei 3.000 Euro liegt. 

Einflussfaktoren: Warum die Gehälter im Transportwesen stark variieren 

Wenn wir von Durchschnittsbruttogehältern sprechen, meinen wir auch einen Durchschnittswert. Die tatsächlichen Löhne variieren nämlich stark und können abweichen. Hier finden Sie in der Übersicht einige Faktoren, die einen Einfluss auf Ihr tatsächliches Bruttogehalt haben: 

  • Berufserfahrung. 
  • Arbeiten Sie im Nahverkehr oder im Fernverkehr? 
  • Arbeiten Sie innerhalb der normalen Geschäftszeiten oder auch an Wochenenden und Feiertagen?
  • Transportieren Sie Gefahrengut? 
  • Welche Führerscheinklasse haben Sie? 
  • Arbeiten Sie für ein Großunternehmen oder für einen Kleinbetrieb? Im Normalfall sind die Gehälter in größeren Unternehmen höher. 
  • Richtet sich Ihre Bezahlung nach einem Tarifvertrag oder nicht? 
  • In welchem Bundesland leben Sie bzw. wo sind Sie angestellt? 

Wie Sie sehen, ist das konkrete LKW-Fahrer-Gehalt von vielen Variablen abhängig. Wenn Sie sich gerade auf der Jobsuche befinden, sollten Sie sich daher vorab überlegen, wie Sie in Ihrem individuellen Fall das höchste Gehalt erzielen können. Übrigens: Aufgrund des Fachkräftemangels haben auch Quereinsteiger gute Chancen, eine Anstellung zu bekommen, und in vielen Fällen wird die Umschulung sogar von der Arbeitsagentur unterstützt. Weitere Informationen zum Quereinstieg finden Sie auch in unserem Blog! 

Berufserfahrung und Qualifikationen als Gehaltsbooster 

In den meisten Branchen werden erfahrene Fachkräfte besser bezahlt als Berufseinsteiger. LKW-Fahrer stellen dahingehend keine Ausnahme dar. Es gibt zwar keine gesetzlichen Verpflichtungen, das Gehalt anhand der Berufserfahrung anzupassen, in der Praxis merken Sie aber oft deutliche Unterschiede auf dem Gehaltscheck, wenn Sie die entsprechende Erfahrung mitbringen. Exemplarisch können wir hier Erhebungen von “Fahr-Zeit“ anführen. Hier werden folgende Abstufungen genannt: 

  1. Berufseinsteiger verdienen durchschnittlich 26.000 bis 30.000 Euro brutto im Jahr. 
  2. Mit drei bis zehn Jahren Berufserfahrung können Sie mit einem Gehalt von bis zu 37.000 Euro brutto rechnen. 
  3. Wenn Sie über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, ist ein Gehalt von bis zu 45.000 Euro jährlich möglich. Über 4.000 Euro monatlich verdienen Sie in der Regel aber nur, wenn Sie über Spezialisierungen verfügen, sich für Zulagen qualifizieren und im Normalfall die Bereitschaft für die Arbeit im Fernverkehr mitbringen. 

Sie sehen also: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben und die entsprechende Berufserfahrung zu sammeln. 

Regionale Unterschiede: In welchen Bundesländern man am meisten verdient 

Es ist Fakt, dass es innerhalb Deutschlands ein Lohngefälle gibt. Besonders drastisch ist dies (auch gut 35 Jahre nach dem Mauerfall) zwischen Ost und West. Während Vollzeitbeschäftigte in Westdeutschland ein Durchschnittsgehalt von 4.810 Euro brutto im Monat erreichen, sind es im Osten der Republik nur 3.973 Euro monatlich. Überdies gibt es auch ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Im Süden Deutschlands, beispielsweise in den wirtschaftlich starken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, werden weiterhin höhere Gehälter erzielt als im hohen Norden. Auf das konkrete Beispiel des LKW-Fahrers angewandt, gehen statistische Erhebungen davon aus, dass die höchsten Gehälter aktuell in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gezahlt werden, während Sie in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen mit einem deutlich niedrigeren Einkommen rechnen müssen. Zusätzlich gilt bei Gehältern grundsätzlich, dass in den Metropolregionen, vor allem in München, Frankfurt und Hamburg, höhere Gehälter gezahlt werden als in ländlichen Regionen. Beachten Sie dabei aber bitte, dass die Lebenshaltungskosten (vor allem die Mieten) in den Großstädten auch deutlich höher sind, als auf dem Land. 

Fernverkehr vs. Nahverkehr: Wo lohnt sich der Einsatz am meisten? 

Im Fernverkehr werden im Normalfall höhere Gehälter gezahlt. Hierbei ist aber entscheidend, dass das Grundgehalt in der Regel nur geringfügig abweicht. Unsere Erhebungen ergeben, dass sich der Durchschnittswert im Nahverkehr auf 33.970 Euro beläuft; im Fernverkehr sind es tatsächlich sogar nur 33.267 Euro, Diese Zahlen täuschen aber. Im Fernverkehr kommen nämlich noch Spesen, Tagessätze und weitere Zulagen zum eigentlichen Grundgehalt dazu. Dadurch erhöht sich das gezahlte Gehalt deutlich und Sie können mit einer merklich höheren Gehaltszahlung rechnen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Arbeitsbedingungen im Fernverkehr für viele auch belastender sind. Sie sind oft tagelang unterwegs und sehen Freunde und Familie seltener, während Sie im Nahverkehr in aller Regel abends zuhause sind und ein reguläres Leben führen können. 

Zulagen und Spesen: So erhöht sich das Nettoeinkommen in der Logistik

Im Fernverkehr werden also Zuschläge gezahlt, die das Grundeinkommen deutlich erhöhen. Aber auch im Nahverkehr kann es, je nach Arbeitsmodell, attraktive Zulagen geben. Folgende Zahlungen sind dabei häufig Teil der Vergütung: 

  • Spesen – Es werden zum Beispiel Verpflegungspauschalen oder ein Tagegeld gezahlt. 
  • Zulagen für Arbeit in der Nacht oder am Wochenende.
  • Überstundenvergütung. 
  • Bonuszahlungen, z.B. auf der Basis von gefahrenen Kilometern o.Ä. 

Ob und in welcher Höhe Zulagen gezahlt werden, hängt immer von Ihrem konkreten Einsatzgebiet ab und unterscheidet sich darüber hinaus von Unternehmen zu Unternehmen, häufig bewegen sich die Zuschläge aber in einem Bereich zwischen 200 und mehr als 300 Euro netto im Monat. Darüber hinaus bekommen Sie für Gefahrenguttransporte und andere Spezialfälle in der Regel weitere Zulagen. 

Tarifverträge vs. private Speditionen: Wer zahlt besser? 

Grundsätzlich verdienen Sie im Normalfall mehr, wenn Sie nach Tarifvertrag arbeiten. Private Speditionen ohne Tarifvertragsbindung bewegen sich häufig eher am unteren Ende der Gehaltsspanne und teilweise verdienen Sie nur den Mindestlohn oder knapp darüber. Außerdem sind die finanziellen Bedingungen in größeren Betrieben zumeist besser als in kleineren und gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte gesucht werden, bieten viele größere Unternehmen attraktive Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder eine betriebliche Altersvorsorge, um qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. 

Gehaltsausblick: Wie entwickelt sich der Lohn für Berufskraftfahrer bis Ende 2026?

Die Grundidee des freien Marktes ist die von Angebot und Nachfrage. Wenn es einen Überhang an Nachfrage nach Arbeitnehmern gibt, ist das positiv für die Selbigen und daher ist mit einer leichten Steigerung des Durchschnittsgehaltes zu rechnen. Zwar wird in der Branche offen über das autonome Fahren gesprochen, die Technik entwickelt sich aber langsam und der Bedarf an menschlichen Fahrern bleibt weiterhin groß. Auch die Anpassung des Mindestlohns hat einen positiven Einfluss auf die Gehaltsstruktur. Zum 01.01.2026 wurde der Mindestlohn deutschlandweit von 12,82 Euro auf 13,90 erhöht. Zum 01.01.2027 erfolgt eine weitere Anpassung auf 14,60 Euro. Der untere Rand der Gehaltspyramide wird also angehoben und das hat selbstredend auch eine Auswirkung auf die Durchschnittsgehälter. 

Tipps für die Gehaltsverhandlung: So holen Fahrer das Maximum heraus

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Job als LKW-Fahrer sind, haben wir gute Nachrichten für Sie: Bei Jooble finden Sie unzählige Stellenangebote, bei denen für jeden Kandidaten das Passende dabei sein sollte! Damit Sie für die Gehaltsverhandlungen gewappnet sind, geben wir Ihnen aber vorab noch folgende Tipps mit auf den Weg: 

  1. Stellen Sie Ihre Qualifikationen in den Mittelpunkt. Wenn Sie beispielsweise die Berechtigung haben, Gefahrengut zu transportieren oder über einen CE-Führerschein verfügen, ist das oft bares Geld wert. 
  2. Machen Sie Ihren Einsatzwillen bewusst. Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie bereit sind, an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht zu arbeiten. Wenn dies jedoch der Fall ist, sollten Sie sich das vergüten lassen. Außerdem sollten Sie darauf bestehen, dass zugesagte Zusatzleistungen vertraglich fixiert werden.
  3. Sprechen Sie über Ihre Erfahrung. Erfahrene LKW-Fahrer erbringen mit großer Wahrscheinlichkeit zuverlässig gute Leistungen. Wenn Sie also Erfahrung mitbringen, sollten Sie sich nicht mit einem Einstiegsgehalt abspeisen lassen.
  4. Wählen Sie, wenn möglich, die Region aus, in der Sie tätig werden. Die regionalen Gehaltsunterschiede sind nennenswert und können für Sie einen echten Unterschied machen. 
  5. Bevorzugen Sie bei der Auswahl des Arbeitgebers solche, die nach Tarifvertrag bezahlen. 

Nun bleibt uns zum Abschluss nur noch, Ihnen viel Erfolg bei der Jobsuche und eine gute Fahrt zu wünschen. Danke für Ihren Einsatz. Ohne den Güterverkehr wären doch viele Supermarktregale leer und das öffentliche Leben in der jetzigen Form nicht denkbar! 

Laut Dirk Engelhardt (Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL)) fehlen der deutschen Logistikbranche aktuell rund 120.000 Mitarbeiter. Das hat zur Folge, dass die Chancen für entsprechende Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt mehr als gut sind und Sie fast sicher davon ausgehen können, dass Sie eine Anstellung bekommen. Aber: Lohnt es sich eigentlich, unter den aktuellen Bedingungen eine Stelle als LKW-Fahrer anzutreten? Oder, mit anderen Worten: Wie viel verdient ein LKW-Fahrer? In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchem Durchschnittsgehalt Sie als LKW-Fahrer in etwa rechnen können, welche regionalen Unterschiede es bezüglich der Vergütung gibt und welche Faktoren einen Einfluss auf Ihre Gehaltsabrechnung haben. 

Was verdient ein LKW-Fahrer im Durchschnitt? 

Anhand unserer statistischen Erhebungen konnten wir für LKW-Fahrer deutschlandweit ein Durchschnittsbruttogehalt von 35.788 Euro im Jahr berechnen.  Der Durchschnittswert beträgt damit monatlich 2.982 Euro. Das Nettogehalt wiederum lässt sich schwieriger klar beziffern, da folgende Faktoren einen Einfluss auf die Abgabenlast haben: 

  • Steuerklasse – Die Steuerklasse richtet sich nach Ihrem Familienstand. Singles haben in der Regel Steuerklasse 1 und zahlen höhere Abgaben; wenn Sie verheiratet sind und Kinder haben, haben Sie zumeist Steuerklasse 3 und zahlen weniger Steuern. 
  • Sozialversicherungsbeitrag – Der Beitrag zur Sozialversicherung variiert ebenfalls und ist zum Beispiel davon abhängig, bei welcher Krankenversicherung Sie versichert sind.
  • Eine Kirchenmitgliedschaft beispielsweise bewirkt, dass Sie zusätzlich eine Kirchensteuer zahlen.

Wenn Sie sich also fragen “Was verdient ein LKW-Fahrer netto?“, müssen Sie diese Faktoren mit einberechnen. Als groben Richtwert können Sie allerdings als Single mittleren Alters von einem Nettogehalt um die 2.000 Euro ausgehen, so denn das Bruttogehalt bei 3.000 Euro liegt. 

Einflussfaktoren: Warum die Gehälter im Transportwesen stark variieren 

Wenn wir von Durchschnittsbruttogehältern sprechen, meinen wir auch einen Durchschnittswert. Die tatsächlichen Löhne variieren nämlich stark und können abweichen. Hier finden Sie in der Übersicht einige Faktoren, die einen Einfluss auf Ihr tatsächliches Bruttogehalt haben: 

  • Berufserfahrung. 
  • Arbeiten Sie im Nahverkehr oder im Fernverkehr? 
  • Arbeiten Sie innerhalb der normalen Geschäftszeiten oder auch an Wochenenden und Feiertagen?
  • Transportieren Sie Gefahrengut? 
  • Welche Führerscheinklasse haben Sie? 
  • Arbeiten Sie für ein Großunternehmen oder für einen Kleinbetrieb? Im Normalfall sind die Gehälter in größeren Unternehmen höher. 
  • Richtet sich Ihre Bezahlung nach einem Tarifvertrag oder nicht? 
  • In welchem Bundesland leben Sie bzw. wo sind Sie angestellt? 

Wie Sie sehen, ist das konkrete LKW-Fahrer-Gehalt von vielen Variablen abhängig. Wenn Sie sich gerade auf der Jobsuche befinden, sollten Sie sich daher vorab überlegen, wie Sie in Ihrem individuellen Fall das höchste Gehalt erzielen können. Übrigens: Aufgrund des Fachkräftemangels haben auch Quereinsteiger gute Chancen, eine Anstellung zu bekommen, und in vielen Fällen wird die Umschulung sogar von der Arbeitsagentur unterstützt. Weitere Informationen zum Quereinstieg finden Sie auch in unserem Blog! 

Berufserfahrung und Qualifikationen als Gehaltsbooster 

In den meisten Branchen werden erfahrene Fachkräfte besser bezahlt als Berufseinsteiger. LKW-Fahrer stellen dahingehend keine Ausnahme dar. Es gibt zwar keine gesetzlichen Verpflichtungen, das Gehalt anhand der Berufserfahrung anzupassen, in der Praxis merken Sie aber oft deutliche Unterschiede auf dem Gehaltscheck, wenn Sie die entsprechende Erfahrung mitbringen. Exemplarisch können wir hier Erhebungen von “Fahr-Zeit“ anführen. Hier werden folgende Abstufungen genannt: 

  1. Berufseinsteiger verdienen durchschnittlich 26.000 bis 30.000 Euro brutto im Jahr. 
  2. Mit drei bis zehn Jahren Berufserfahrung können Sie mit einem Gehalt von bis zu 37.000 Euro brutto rechnen. 
  3. Wenn Sie über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung verfügen, ist ein Gehalt von bis zu 45.000 Euro jährlich möglich. Über 4.000 Euro monatlich verdienen Sie in der Regel aber nur, wenn Sie über Spezialisierungen verfügen, sich für Zulagen qualifizieren und im Normalfall die Bereitschaft für die Arbeit im Fernverkehr mitbringen. 

Sie sehen also: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben und die entsprechende Berufserfahrung zu sammeln. 

Regionale Unterschiede: In welchen Bundesländern man am meisten verdient 

Es ist Fakt, dass es innerhalb Deutschlands ein Lohngefälle gibt. Besonders drastisch ist dies (auch gut 35 Jahre nach dem Mauerfall) zwischen Ost und West. Während Vollzeitbeschäftigte in Westdeutschland ein Durchschnittsgehalt von 4.810 Euro brutto im Monat erreichen, sind es im Osten der Republik nur 3.973 Euro monatlich. Überdies gibt es auch ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Im Süden Deutschlands, beispielsweise in den wirtschaftlich starken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, werden weiterhin höhere Gehälter erzielt als im hohen Norden. Auf das konkrete Beispiel des LKW-Fahrers angewandt, gehen statistische Erhebungen davon aus, dass die höchsten Gehälter aktuell in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gezahlt werden, während Sie in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen mit einem deutlich niedrigeren Einkommen rechnen müssen. Zusätzlich gilt bei Gehältern grundsätzlich, dass in den Metropolregionen, vor allem in München, Frankfurt und Hamburg, höhere Gehälter gezahlt werden als in ländlichen Regionen. Beachten Sie dabei aber bitte, dass die Lebenshaltungskosten (vor allem die Mieten) in den Großstädten auch deutlich höher sind, als auf dem Land. 

Fernverkehr vs. Nahverkehr: Wo lohnt sich der Einsatz am meisten? 

Im Fernverkehr werden im Normalfall höhere Gehälter gezahlt. Hierbei ist aber entscheidend, dass das Grundgehalt in der Regel nur geringfügig abweicht. Unsere Erhebungen ergeben, dass sich der Durchschnittswert im Nahverkehr auf 33.970 Euro beläuft; im Fernverkehr sind es tatsächlich sogar nur 33.267 Euro, Diese Zahlen täuschen aber. Im Fernverkehr kommen nämlich noch Spesen, Tagessätze und weitere Zulagen zum eigentlichen Grundgehalt dazu. Dadurch erhöht sich das gezahlte Gehalt deutlich und Sie können mit einer merklich höheren Gehaltszahlung rechnen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die Arbeitsbedingungen im Fernverkehr für viele auch belastender sind. Sie sind oft tagelang unterwegs und sehen Freunde und Familie seltener, während Sie im Nahverkehr in aller Regel abends zuhause sind und ein reguläres Leben führen können. 

Zulagen und Spesen: So erhöht sich das Nettoeinkommen in der Logistik

Im Fernverkehr werden also Zuschläge gezahlt, die das Grundeinkommen deutlich erhöhen. Aber auch im Nahverkehr kann es, je nach Arbeitsmodell, attraktive Zulagen geben. Folgende Zahlungen sind dabei häufig Teil der Vergütung: 

  • Spesen – Es werden zum Beispiel Verpflegungspauschalen oder ein Tagegeld gezahlt. 
  • Zulagen für Arbeit in der Nacht oder am Wochenende.
  • Überstundenvergütung. 
  • Bonuszahlungen, z.B. auf der Basis von gefahrenen Kilometern o.Ä. 

Ob und in welcher Höhe Zulagen gezahlt werden, hängt immer von Ihrem konkreten Einsatzgebiet ab und unterscheidet sich darüber hinaus von Unternehmen zu Unternehmen, häufig bewegen sich die Zuschläge aber in einem Bereich zwischen 200 und mehr als 300 Euro netto im Monat. Darüber hinaus bekommen Sie für Gefahrenguttransporte und andere Spezialfälle in der Regel weitere Zulagen. 

Tarifverträge vs. private Speditionen: Wer zahlt besser? 

Grundsätzlich verdienen Sie im Normalfall mehr, wenn Sie nach Tarifvertrag arbeiten. Private Speditionen ohne Tarifvertragsbindung bewegen sich häufig eher am unteren Ende der Gehaltsspanne und teilweise verdienen Sie nur den Mindestlohn oder knapp darüber. Außerdem sind die finanziellen Bedingungen in größeren Betrieben zumeist besser als in kleineren und gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte gesucht werden, bieten viele größere Unternehmen attraktive Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder eine betriebliche Altersvorsorge, um qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. 

Gehaltsausblick: Wie entwickelt sich der Lohn für Berufskraftfahrer bis Ende 2026?

Die Grundidee des freien Marktes ist die von Angebot und Nachfrage. Wenn es einen Überhang an Nachfrage nach Arbeitnehmern gibt, ist das positiv für die Selbigen und daher ist mit einer leichten Steigerung des Durchschnittsgehaltes zu rechnen. Zwar wird in der Branche offen über das autonome Fahren gesprochen, die Technik entwickelt sich aber langsam und der Bedarf an menschlichen Fahrern bleibt weiterhin groß. Auch die Anpassung des Mindestlohns hat einen positiven Einfluss auf die Gehaltsstruktur. Zum 01.01.2026 wurde der Mindestlohn deutschlandweit von 12,82 Euro auf 13,90 erhöht. Zum 01.01.2027 erfolgt eine weitere Anpassung auf 14,60 Euro. Der untere Rand der Gehaltspyramide wird also angehoben und das hat selbstredend auch eine Auswirkung auf die Durchschnittsgehälter. 

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Tipps für die Gehaltsverhandlung: So holen Fahrer das Maximum heraus

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Job als LKW-Fahrer sind, haben wir gute Nachrichten für Sie: Bei Jooble finden Sie unzählige Stellenangebote, bei denen für jeden Kandidaten das Passende dabei sein sollte! Damit Sie für die Gehaltsverhandlungen gewappnet sind, geben wir Ihnen aber vorab noch folgende Tipps mit auf den Weg: 

  1. Stellen Sie Ihre Qualifikationen in den Mittelpunkt. Wenn Sie beispielsweise die Berechtigung haben, Gefahrengut zu transportieren oder über einen CE-Führerschein verfügen, ist das oft bares Geld wert. 
  2. Machen Sie Ihren Einsatzwillen bewusst. Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie bereit sind, an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht zu arbeiten. Wenn dies jedoch der Fall ist, sollten Sie sich das vergüten lassen. Außerdem sollten Sie darauf bestehen, dass zugesagte Zusatzleistungen vertraglich fixiert werden.
  3. Sprechen Sie über Ihre Erfahrung. Erfahrene LKW-Fahrer erbringen mit großer Wahrscheinlichkeit zuverlässig gute Leistungen. Wenn Sie also Erfahrung mitbringen, sollten Sie sich nicht mit einem Einstiegsgehalt abspeisen lassen.
  4. Wählen Sie, wenn möglich, die Region aus, in der Sie tätig werden. Die regionalen Gehaltsunterschiede sind nennenswert und können für Sie einen echten Unterschied machen. 
  5. Bevorzugen Sie bei der Auswahl des Arbeitgebers solche, die nach Tarifvertrag bezahlen. 

Nun bleibt uns zum Abschluss nur noch, Ihnen viel Erfolg bei der Jobsuche und eine gute Fahrt zu wünschen. Danke für Ihren Einsatz. Ohne den Güterverkehr wären doch viele Supermarktregale leer und das öffentliche Leben in der jetzigen Form nicht denkbar!