Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit – das sind laut Erkenntnissen der Bertelsmann-Stiftung die gefragtesten Soft Skills, die Bewerber gerne mitbringen sollen. Aber mal ganz von vorne: Was sind eigentlich Soft Skills? Kann man Soft Skills lernen? Und wohin gehören dann die Hard Skills im Lebenslauf?
Was sind Soft Skills und Hard Skills?
Soft Skills sind, vereinfacht gesagt, persönliche Kompetenzen, während Hard Skills prüfbare und handfeste berufliche Fähigkeiten sind. Ein Hard Skill wäre also zum Beispiel der geübte Umgang mit dem Hammer, während ein Soft Skill beispielsweise Teamfähigkeit sein könnte. Zu den besonders gefragten Hard Skills gehören aktuell Tätigkeiten, die zur Arbeit in der IT-Branche befähigen, wie das Beherrschen einer Programmiersprache, oder Fähigkeiten, die im Zusammenhang mit digitalem Marketing stehen.
Definition: Hard Skills (fachliche Kompetenzen)
Hard Skills sind erlernbare Fähigkeiten und Fachkenntnisse. Das kann ein Flugzeug fliegen, einen Abfluss reparieren oder den Müll herunterbringen sein. Andere Hard Skills Beispiele sind jemandem die Haare schneiden, ein Haus bauen, ein System warten und eine Mango schälen.
Definition: Soft Skills (soziale und persönliche Kompetenzen)
Während die Hardskills fachliche Kompetenzen darstellen, sind wichtige Soft Skills eher
- soziale Kompetenzen (Fähigkeiten, die sich auf den Umgang mit anderen Personen beziehen)
- Personale Kompetenzen (Fähigkeiten, die sich auf Sie selbst beziehen wie z. B. Selbstorganisation)
- Methodische Kompetenzen (Fähigkeiten, die benötigt werden, um Aufgaben strukturiert zu bearbeiten)
Hier geht es um die persönlichen Qualitäten, die ein angenehmes Miteinander und eine produktive Arbeitsweise garantieren. Häufig ist bei Berufseinsteigern der Fokus mehr auf den Hard Skills, gerade, wenn Sie aber innerbetrieblich eine Beförderung anstreben, gewinnen die Soft Skills deutlich an Bedeutung.
Soft Skills vs. Hard Skills: Was ist wichtiger?
Soft Skills vs. Hard Skills: Was zählt wirklich? Dieser Frage werden wir auf den Grund gehen, aktuelle Befragungen legen aber nahe, dass die Bedeutung von Soft Skills weiter ansteigt.

Warum Hard Skills unverzichtbar sind
Ohne Hard Skills geht in unserer komplexen und spezialisierten Arbeitswelt gar nichts mehr. Hard Skills sind die Fähigkeiten, die Sie unbedingt benötigen, um einen Job ausüben zu können. In größeren Unternehmen wird oft mehr Augenmerk auf die Hard Skills gelegt, weil sie ob Ihrer Größe weniger persönlich sind. In kleineren Unternehmen sind die Soft Skills dagegen sehr wichtig, um das Teamgefüge nicht zu stören. Bei den größeren Unternehmen nimmt die Relevanz der Soft Skills abermals auf Führungsebene zu und Sie brauchen immer mehr Soft Skills, je höher Sie auf der Leiter klettern wollen.
Warum Soft Skills den entscheidenden Unterschied machen
Wenn sich mehr als eine Person bewirbt, die die erforderliche Hard Skills Liste mitbringt, kommen die Soft Skills ins Spiel. Während die Hard Skills die Pflicht sind, stellen die Soft Skills eher die Kür dar. Sie machen den Umgang und das Arbeiten mit einer Person angenehm und erfolgreich und werden benötigt, um längerfristig miteinander zu arbeiten.
Das perfekte Zusammenspiel: Der „Skills-Mix“
Was ist wichtiger? Soft oder Hard Skills? Das Zusammenspiel aus beiden ist die richtige Antwort, denn sowohl Hard als auch Soft Skills werden in der modernen Arbeitswelt benötigt, um erfolgreich zu sein. Je nach Branche haben die Soft Skills natürlich einen höheren Stellenwert, beide Skill-Sets sind aber Berufs-unabhängig immer erforderlich.
Die 5 wichtigsten Soft Skills für den deutschen Arbeitsmarkt
Nachdem wir den Soft Skills und Hard Skills Unterschied kennengelernt haben, werfen wir nun einen Blick auf die wichtigsten Soft Skills für den deutschen Arbeitsmarkt. Das sind namentlich:
- Kommunikationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
- Problemlösungskompetenz
- Resilienz und Belastbarkeit
- Kritisches Denken
Arbeitgeber legen also zusammengefasst Wert darauf, dass Mitarbeiter im Team interagieren, eigenständig arbeiten und Lösungen entwickeln und bereit sind, einen hohen Einsatz zu erbringen. Um Soft Skills wie Problemlösungskompetenz in einem Vorstellungsgespräch darzustellen, sollten Sie Ihrem Gegenüber eine lebendige Geschichte präsentieren, in der Sie diese Kompetenz eingesetzt haben. Berichten Sie außerdem vom positiven Ergebnis. Es ist wichtig, immer den Mehrwert für den Arbeitgeber in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen, schließlich wollen Sie ihn zum Angebot überzeugen, um dann selbst die Entscheidung treffen zu können, ob Sie den Job annehmen.
Wie Sie Ihre Hard Skills und Soft Skills im Lebenslauf und Bewerbungsschreiben präsentieren
Soft Skills im Lebenslauf und die richtige Hard Skills Bewerbung – nur weil Sie Qualitäten haben, weiß der potenzielle Arbeitgeber noch lange nichts davon. Sie tun also gut daran, die richtigen Soft Skills Beispiele darzustellen und Ihre Hard Skills und Soft Skills an die Jobausschreibung anzupassen. Denken Sie immer aus der Perspektive der neuen Arbeit und finden Sie Beispiele, in denen Sie bei ähnlichen Projekten erfolgreich waren.
Die besten Formulierungen für Hard Skills
Bei der Darstellung der Hard Skill Kompetenzen Bewerbung ist es wichtig, nicht einfach nur berufliche Stationen aufzulisten. Nennen Sie stattdessen konkrete und messbare Kompetenzen, die Sie bei einer Tätigkeit entwickelt haben. Stellen Sie diese Erfahrungen möglichst in ein relevantes Verhältnis zu der Stelle, auf die Sie sich bewerben. Stellen Sie außerdem dar, welchen Erfolg Sie durch den Einsatz Ihrer Qualität feiern konnten.
Wie Sie Soft Skills glaubwürdig darstellen
Erstellen Sie bitte nicht einfach eine Soft Skills Liste und schicken sie ab. Stattdessen:
- Wählen Sie eine Ihrer tatsächlichen Qualitäten, die für die Stelle relevant ist.
- Beschreiben Sie, wie Sie diese Qualität im beruflichen Kontext einsetzen.
- Stellen Sie dabei den Mehrwert für den Arbeitgeber subtil dar.
- Nennen Sie konkrete Beispiele, in denen Ihnen diese Qualität einen beruflichen Erfolg ermöglicht hat.
Es geht nicht darum. Möglichst viele Fähigkeiten zu nennen, sondern glaubwürdig darzustellen, dass Sie einen Mehrwert für das Unternehmen bieten. Ihre Soft Skills werden so angemessen und gewinnbringend zu Ihrem Zweck eingesetzt. Wenn Sie weitere Unterstützung bei der Erstellung Ihres Lebenslaufes wünschen, werden Sie gleich hier bei uns fündig!

Tipps und Beispiele
Geben Sie Ihren Hard Skills und der Hard Skills Definition einen eigenen Bereich im Lebenslauf, während Sie die Soft-Skills geschickt in die Darstellung Ihrer beruflichen Stationen und Erfolge integrieren. Im Vorstellungsgespräch können Sie in Beispielen Hard und Soft Skills kombinieren und Ihre Soft Skills Definition gleich mitliefern:
- “Als Koch bei Beispielrestaurant “Marketinggag” habe ich unter Zeitdruck und mit Personalmangel dank viel Kommunikation ein Team von vier Mitarbeiter geleitet”.
Damit berichten Sie von Ihrer Stelle, den kommunikativen Fähigkeiten, der Resilienz, der Führungskompetenz und einem konkreten Beispiel, indem Sie alles genutzt haben.
So entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten weiter
Konfuzius sagt: “Der Mensch hat dreierlei Wege zu lernen: erstens durch Nachdenken – das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen – das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung – das ist der bitterste.“ Das Gute daran: Wir können lernen und somit auch unsere Soft-Skills-Bewerbung um weitere Punkte aufwerten.
Praktische Übungen zur Stärkung von Soft Skills
Hier sind einige Möglichkeiten, um Ihre Soft Skills weiterzuentwickeln und privat zu üben, um im beruflichen Umfeld zu glänzen:
| Übung: | Auswirkung: | Folge: |
| Sprechen Sie mit Menschen. Sprechen Sie Fremde an. Üben Sie reden vor dem Spiegel. | Sie gewinnen Sicherheit und Selbstvertrauen. Sie sprechen bewusster. | Ihre Kommunikationsfähigkeit wird gestärkt. |
| Unternehmen Sie etwas in Gruppen. Spielen Sie gemeinsam ein Teamspiel oder ein Escape-Game. Erkennen Sie die Leistungen anderer an. | Sie integrieren sich mehr in eine Gruppe und werden von dieser positiver bewertet. Sie lernen, dass Sie andere zum Gewinnen brauchen. | Ihre Teamfähigkeit wird gestärkt. |
| Stellen Sie sich schwierige und überfordernde Aufgaben. Erledigen Sie die unangenehmen Punkte auf Ihrer Liste zuerst. Entwickeln Sie eine Gewinner-Mentalität. | Sie lernen, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und verlernen, sich selbst zu blockieren und nach Problemen, anstatt Lösungen zu suchen. | Sie erhöhen Ihre Problemlösungskompetenz, Resilienz und Belastbarkeit. |
Je mehr Sie eine Fähigkeit üben, desto mehr geht sie Ihnen in Fleisch und Blut über. Es gibt in dieser Hinsicht keinen Soft-Skills-Hard-Skills-Unterschied; beides kann erlernt werden. Natürlich ist das Durchbrechen alter Muster und Erweitern des persönlichen Rahmens eine große Herausforderung, aber es lohnt sich nicht nur wegen Ihrer beruflichen Zukunft, einen Schritt in die Richtung zu wagen.
Möglichkeiten zur Weiterbildung in Hard Skills (Kurse, Zertifikate)
Stellen Sie sich zuerst die Frage: Was sind Kompetenzen, die in Ihrem Berufsfeld einen Mehrwert bieten? Sie können entsprechende Fähigkeiten dann je nach Fähigkeit auf unterschiedlichem Wege erlernen und verfeinern. Hierfür gibt es:
- Private Praxiskurse
- Innerbetriebliche Weiterbildung
- Online-Fortbildungen
- Workshops und Seminare
Oft bringen Zertifikate Ihnen bei der Bewerbung einen Vorteil und schaden tun sie sicher nicht. Zertifizierte Kurse sind in dieser Hinsicht also eine gute Wahl.
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Fazit
Hard Skills und Soft Skills sind gleichermaßen wichtig. Je nach Tätigkeitsfeld unterscheiden sich natürlich die jeweils benötigten Qualitäten. Wenn Sie remote arbeiten wollen, brauchen Sie zum Beispiel viel Verantwortungsbewusstsein, Eigeninitiative und gute kommunikative Fähigkeiten, wenn Sie eine Führungsrolle einnehmen wollen, brauchen Sie Teamfähigkeit, viel Kommunikationsfähigkeit und Empathie. Sowohl Soft Skills als auch Hard Skills können Sie jederzeit weiter verbessern. Für Soft Skills liegen diese Übungen oft im persönlichen Bereich, während die Hard Skills meist in Kursen und Workshops erarbeitet werden. Natürlich gibt es auch nützliche Hard Skills wie Fremdsprachen (nutzen 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer für ihre Tätigkeit), die in Eigenarbeit gelernt werden können. Wenn Sie also in einem Bereich, egal ob Soft Skill oder Hard Skill, Lücken haben, ist das kein Grund aufzugeben: Sie können etwas tun und sich zusätzlich jederzeit bei Jobble auf Ihren Traumjob bewerben!