Bei einem Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur darauf an, einen sympathischen Eindruck zu machen und mit Vorerfahrungen zu überzeugen. Vielmehr ist es wichtig, Ihre Stärken im Vorstellungsgespräch herauszustellen und Selbstreflexion zeigen Interview.
Wie Ihnen das gelingt, wie Sie die STAR-Methode anwenden und wie Sie Schwäche in Stärke umwandeln: Vorstellungsgespräch erfahren Sie hier.
Die Psychologie des Fragens: Was Personaler wirklich hören wollen
Ihre Vorerfahrungen gehen bereits aus Ihrem Lebenslauf hervor. Der Personaler hat also bereits entschieden, dass Sie grundsätzlich die notwendigen fachlichen Fähigkeiten mitbringen, wenn er Sie zu einem Interview einlädt. Die Fragen zu Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch sind daher auch als ein psychologischer Test zu verstehen, der dazu dient, festzustellen, ob Sie und Ihr Arbeitsstil zu der Unternehmensphilosophie passen. Passen Sie daher Ihre Antworten Stärken Schwächen an diesen Fakt und das, was Sie über das Unternehmen und seine Überzeugungen wissen, an. Überzeugende Antworten im Interview bestehen außerdem nicht aus dem reinen Nennen einer Liste von Schwächen im Vorstellungsgespräch, sondern beinhalten konkrete Beispiele, die klarmachen, was Sie damit meinen und wie sich Ihre Stärken und Schwächen in der Praxis zeigen.
Der 3-Schritte-Masterplan für deine Antwort (How-To-Guide)
Personaler sind geschult und wissen genau, wie Sie ein Vorstellungsgespräch führen müssen und worauf Sie zu achten haben. Machen Sie sich das bewusst und erkennen Sie, dass auch Sie von einer gewissenhaften Vorbereitung profitieren können.
Schritt 1: Analyse der Stellenanzeige
Was Personaler hören wollen, Stärken, Schwächen unterscheiden, unterscheidet sich je nach Berufsbild und Unternehmensphilosophie. Analysieren Sie daher die Stellenanzeige und das Selbstbild, das das Unternehmen von sich zeichnet. Bei Jooble werden täglich etwa 300.000 neue Stellenausschreibungen veröffentlicht. Schauen Sie sich daher einfach einmal ein paar Angebote an und lernen Sie, Ihre Wahrnehmung für die wichtigen Punkte zu schärfen, wenn Sie sich unsicher fühlen. Achten Sie dabei auf Folgendes:
- Welche Werte und Ziele schreibt sich das Unternehmen selbst zu?
- Welche Keywords werden in der Stellenanzeige mehrfach genannt?
- Welche konkreten Ziele verfolgt das Unternehmen?
- Wie wird der perfekte Kandidat in der Stellenanzeige beschrieben?
Je mehr Sie über das Unternehmen und die Stelle wissen, desto klarer können Sie gute Schwächen Vorstellungsgespräch ausmachen und Ihr Wording an das gesuchte Profil anpassen.

Schritt 2: Entwicklung der Kernbotschaft
Wenn Sie wissen, was für einen Mitarbeiter und welche Kompetenzen das Unternehmen sucht, sollten Sie Ihre Kernbotschaft entwickeln. Auf diese Punkte kommt es dabei besonders an:
- Seien Sie authentisch und führen Sie keine Qualitäten auf, die Sie faktisch nicht verkörpern.
- Erstellen Sie eine Liste der Stärken im Vorstellungsgespräch. Wählen Sie von diesen die Passendsten aus. Es sollte sich dabei idealerweise um zwei Kernkompetenzen handeln, die dem Ideal des Unternehmens entsprechen und zur ausgeschriebenen Stelle passen.
- Entwickeln Sie konkrete Formulierungen und überlegen Sie sich Situationen, in denen Sie diese Stärken bereits unter Beweis gestellt haben.
- Machen Sie sich auch Ihre Schwächen Vorstellungsgespräch bewusst. Wählen Sie strategische Schwächen, die Sie zu einer Stärke verwandeln können und nutzen Sie die Chance zum Entwicklungsbereitschaft zeigen Interview.
Wenn Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen, drückt das ein hohes Maß an Selbstreflexion aus und unterstreicht auch Ihre Lernbereitschaft.
Schritt 3: Die perfekte Verknüpfung mit dem Job
Ein Unternehmen wählt in der Regel den Bewerber aus, der den Eindruck vermittelt, den größten Mehrwert für selbiges zu haben. Zeigen Sie daher auf, wie Ihre Stärken konkret zum Unternehmenserfolg beitragen können. Untermalen Sie den Mehrwert, indem Sie Ihre Stärken mit den bisherigen beruflichen Erfolgen verknüpfen, die Sie dank der jeweiligen Stärke feiern konnten. Schwäche, die gut ankommt, kann zudem zu Ihrem Vorteil werden. Zeigen Sie, wie Sie vorhaben, daran zu arbeiten, was Sie bereits getan haben, um in diesem Bereich besser zu werden und dass Sie Schwächen als Chance begreifen, sich weiterzuentwickeln.
Die STAR-Methode: Ihre Geheimwaffe für kompetenzbasierte Antworten
Ein kompetenzbasiertes Interview ist ein Vorstellungsgespräch, bei dem es nicht rein um Eckpunkte in Ihrem Lebenslauf geht, sondern darum, wie Sie in bestimmten Situationen konkret gehandelt haben und welche Erfahrungen Sie dadurch machen konnten. Ein mächtiges Werkzeug, um Ihre Antworten zu strukturieren und Ihren Wert begreifbar zu machen, ist die STAR-Methode.
Situation, Task, Action, Result: So funktioniert’s
“STAR” steht für:
- Situation: Beschreiben Sie kurz und bündig die Situation, in der Sie sich befunden haben. Das könnten zum Beispiel sein, dass Sie Social Media Manager in einem Tech-Unternehmen waren und die Follower-Zahl bereits seit längerem stagniert hat.
- Task: Hier geht es darum, was genau Ihre Aufgabe war. In unserem Beispiel könnte das sein, die Follower-Zahl zu erhöhen und mehr Interaktion mit vorhandenen Posts zu generieren.
- Action: Im dritten Schritt geht es darum, was Sie konkret gemacht haben, um das Ziel zu erreichen. Das könnte zum Beispiel sein, dass Sie die Content-Strategie angepasst haben. Nennen Sie an dieser Stelle möglichst konkrete Maßnahmen.
- Result: Der letzte Teil der STAR-Methode ist es, das erzielte Resultat in messbaren Zahlen zu belegen. Sie könnten in unserem STAR-Methode Beispiel anführen, dass Sie die Follower Zahlen um 30 Prozent steigern konnten.
Die Methode gibt Ihnen Struktur und macht für den Personaler im Rahmen vom STAR-Methode Vorstellungsgespräch verständlich, wo Ihre Stärken liegen und wie das Unternehmen von ihnen profitieren kann.
Teil A: Die überzeugende Darstellung Ihrer Stärken
Bei der Darstellung Ihrer Schwächen kommt es darauf an, anhand praktischer Beispiele aufzuzeigen, was Ihre Vorzüge sind, anstatt eine Liste von Worten herunterzuleiern. Die STAR-Methode ist dabei ein Wegweiser, der Ihnen Struktur und wichtige Anhaltspunkte gibt.
Die Top 5 gefragten Stärken in Deutschland
Soft-Skills gewinnen zunehmend an Wichtigkeit beim Auswahlverfahren. Außerdem befinden sich die gefragtesten Soft-Skills und Stärken genau wie der Arbeitsmarkt und die Gesellschaft selbst in einem ständigen Wandel. Erhebungen der Bertelsmann-Stiftung zeigen jedoch, dass 2023 diese fünf Stärken besonders gefragt waren:
- Einsatzbereitschaft.
- Teamfähigkeit.
- Selbstständigkeit.
- Verlässlichkeit.
- Deutschkenntnisse.
Übernehmen Sie diese Stärken bitte nicht eins zu eins, sondern wählen Sie zwei oder drei aus und bringen Sie in einen schlüssigen Zusammenhang mit dem Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben und der ausgeschriebenen Stelle.
Stärken richtig belegen: Von der Theorie zur Praxis
Wenn Sie Ihre Stärken präsentieren, sollten Sie immer einen praktischen Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle schaffen und anhand von Fallbeispielen aufzeigen, dass Sie diese Vorzüge tatsächlich verkörpern. Auf diese Dinge sollten Sie achten:
- Nutzen Sie die STAR-Methode, um sicherzugehen, dass Ihre Stärken richtig verstanden werden und faktisch unterlegt sind.
- Wo immer es geht, sollten Sie messbare Zahlen und Erfolge anführen.
- Zeigen Sie gezielt Ihren Mehrwert für die ausgeschriebene Stelle auf, indem Sie einen Bezug zwischen sich und dem gesuchten Profil herstellen.
Je mehr Sie praktisch belegen können, dass Sie eine bestimmte Stärke Ihr Eigen nennen können und welche Vorteile daraus entstehen, desto größer ist der Mehrwert, der daraus entsteht.
Muster-Antworten für verschiedene Branchen
Unterschiedliche Branchen bringen auch unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Während in der IT-Branche zum Beispiel Selbstständigkeit wichtig ist, um sich den ständigen technischen Neuerungen anzupassen, wird im sozialen und pflegerischen Bereich ein besonderer Fokus auf Teamfähigkeit und Einsatzbereitschaft gelegt. Passen Sie daher die Stärken, die Sie präsentieren, immer auch der Branche an und zeigen Sie damit Feingefühl und Branchenkenntnis.

Teil B: Strategische Schwächen, die gut ankommen (Die „optimierten“ 3)
Wenn Sie bei einem Interview nach Ihren Schwächen gefragt werden, geht es darum, ein hohes Maß an Selbstreflexion und Lernbereitschaft zu beweisen. Das Ziel ist es, eine Schwäche in eine Stärke zu verwandeln, indem Sie Ihre bisherigen Fortschritte im Umgang damit und Ihren Entwicklungswillen aufzeigen.
Die 3 goldenen Regeln für die Wahl der Schwäche
Es kann herausfordernd sein, sich Schwächen einzugestehen und gleichzeitig nicht in übertriebene Selbstkritik zu verfallen. Wenn Sie diese drei Punkte befolgen, haben Sie aber gute Chancen, auch mit Ihren Schwächen zu punkten:
- Vermeiden Sie übertriebenes Selbstlob. Zu behaupten, Sie hätten keine Schwächen oder Dinge wie Übermotivation als Schwäche anzuführen, wirkt überheblich und wenig glaubwürdig.
- Wählen Sie eine Ihrer tatsächlichen Schwächen, allerdings eine, die keinen zu negativen Eindruck hinterlässt und formulieren Sie Ihre Schwäche möglichst positiv.
- Zeigen Sie auf, wie Sie an Ihrer Schwäche arbeiten und welche Fortschritte Sie dabei bereits erzielt haben. Führen Sie außerdem an, wie Sie in Zukunft gedenken, sich weiter zu verbessern.
Wenn Sie nach Ihren Schwächen gefragt werden, ist das kein Grund, um nervös zu werden. Machen Sie sich klar, dass jeder Mensch auch schwächere Punkte hat und gehen Sie offensiv und selbstbewusst damit um.
Der „Turnaround“: Wie Sie Ihre Schwäche in eine Stärke verwandeln
Sie verwandeln Ihre Schwäche in eine Stärke, indem Sie den Fokus darauf legen, welche konkreten Schritte Sie bereits ergriffen haben, um sich zu verbessern. Ihre Schwäche ist damit keine gottgegebene Konstante, sondern Sie haben Sie als eine Herausforderung erkannt, die Sie im Sinne Ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung angenommen haben. Das beweist, dass Sie sich realistisch einschätzen können, bereit sind, sich zu entwickeln und bei Misserfolgen eine positive Reaktion zeigen.
No-Go-Liste: Welche Schwächen sofort zur Absage führen
Nicht jede Schwäche lässt sich in eine Stärke verwandeln und einige führen fast immer dazu, dass sich der Personaler gegen Sie entscheidet. Auf die Schwächen No-Go-Liste Bewerbung gehören:
- Mangelnde Teamfähigkeit.
- Unzuverlässigkeit.
- Mangelnde Belastbarkeit.
- Desinteresse an beruflicher Weiterentwicklung.
- Mangelnde Belastbarkeit.
Nennen Sie diese Schwächen also nicht in einem Vorstellungsgespräch, selbst dann, wenn Sie vielleicht punktuell zutreffend sind.
Finden Sie die Position, die am besten zu Ihnen passt
Fehler vermeiden
Es gibt einige typische Fehler, die häufig zu Ablehnungen führen und die Sie vergleichsweise leicht verhindern können. Dazu gehören:
- Mangelnde Kenntnisse über die Branche und die gefragten Soft-Skills.
- Ausweichende und unkonkrete Antworten.
- Schwächen nennen, die Zweifel daran aufkommen lassen, ob Sie den Beruf erfolgreich ausüben können.
- Stärken nennen, ohne praktische Beispiele aufzuführen.
- Fehlende Vorbereitung auf typische Interview-Fragen.
Es ist normal, dass Sie bei Vorstellungsgesprächen mitunter nervös sind und nicht jedes Interview ist ein voller Erfolg. Sie gewinnen aber Sicherheit, indem Sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten und indem Sie sich der Situation stellen und praktische Erfahrungen sammeln. Bewerben Sie sich also ruhig einmal öfter, gehen Sie zu dem Interview und analysieren Sie in der Folge, was gut gelaufen ist und was vielleicht noch besser werden kann. Bei Jooble finden Sie über 9.000.000 Stellenangebote – An Auswahl und Chancen mangelt es Ihnen also nicht und ein kleiner Misserfolg ist nicht das Ende aller Tage!