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Was darf ein Hausmeister? Aufgaben und Grenzen im Überblick

· 7 min
Hausmeister nimmt Werkzeug aus dem Werkzeugkasten für eine Kleinreparatur

Hausmeister sorgen dafür, dass die Grundstücks- und Gebäudepflege sichergestellt ist. Die Hausmeistertätigkeiten sind dementsprechend vielfältig und beinhalten unter anderem die Ausführung einfacher Reparaturen, die Kommunikation mit der Eigentümerseite, die Grundstückspflege und das Einschalten von Fachbetrieben. Im heutigen Artikel geht es um die Hausmeisteraufgaben, Fragen wie “Was darf ein Hausmeister nicht?”, das Hausmeistergehalt und den Hausmeister-Quereinstieg. 

Erlaubte Aufgaben eines Hausmeisters im Überblick

Was macht ein Hausmeister? Darf ein Hausmeister Kleinreparaturen durchführen? Zu den typischen Hausmeisteraufgaben gehört die Pflege und Instandhaltung von Gebäuden und Außenbereichen. Dabei ist auch die Ausführung einfacher Reparaturen oder Renovierungsarbeiten möglich. Wo rechtlich die Grenzen liegen, erläutern wir im weiteren Verlauf dieses Artikels. Häufige Hausmeisterservice-Tätigkeiten sind etwa folgende Aufgaben und Arbeiten: 

  • Saisonbedingte Arbeiten wie Schneeräumen oder streuen. 
  • Einfache Renovierungsarbeiten wie Streichen und Ausbesserung von Tapeten. 
  • Leichte Reparaturen wie kleinere Risse verspachteln. 
  •  Kontrollieren der Funktionalität von Gebäuden und Außenbereichen und ggf. Meldung von Schäden. 
  • Reinigen von Dachrinnen. 
  • Entsorgung von Müll. 
  • Austauschen von Leuchtmitteln, zum Beispiel in Hausfluren. 
  • Rasen mähen, Hecke schneiden und ähnliche Außenarbeiten. 

Die tatsächlichen Aufgaben hängen stark vom jeweiligen Arbeit- oder Auftraggeber ab und unterscheiden sich von Fall zu Fall. Grundsätzlich ist ein Hausmeister aber dafür verantwortlich, Gebäude und Außenflächen zu pflegen und instandzuhalten, wobei fachhandwerkliche Leistungen in der Regel nicht zu den Aufgaben gehören. 

Was ein Hausmeister nicht machen darf

Wir haben bereits einige erlaubte Tätigkeiten eines Hausmeisters aufgezählt. Die Tätigkeiten, die ein Hausmeister selbstständig ausüben darf, sind aber begrenzt. Maßgeblich für die Grenzen der Hausmeisterarbeit ist vorrangig die Handwerksordnung. Diese legt fest, dass bestimmte Aufgaben von ausgebildeten und eingetragenen Handwerkern bzw. Handwerksmeistern durchgeführt werden müssen. Besonders greift diese Regelung, wenn es sicherheitstechnische Bedenken gibt, sollte eine Arbeit nicht von geprüften Fachleuten ausgeführt werden. Die Installation einer Heizungsanlage oder das Verlegen von elektrischen Leitungen beispielsweise darf nur von entsprechenden Fachleuten durchgeführt werden. Grundsätzlich sind Arbeiten aus den Fachbereichen von Tischlern, Metallbauern, Elektronikern oder Dachdeckern beispielsweise kein Teil der typischen Hausmeistertätigkeit, wobei kleinere und schnell erlernbare Tätigkeiten oft ausgenommen sind. Während ein Hausmeister dementsprechend also etwa einen kleinen Riss verspachteln darf, ist es nicht zulässig, eine tragende Wand zu mauern. Natürlich kann ein Hausmeister grundsätzlich auch ein Handwerksmeister sein und in diesem Fall können auch komplexere Arbeiten durch den Hausmeister durchgeführt werden, wobei zu klären ist, ob hierfür eine zusätzliche Gewerbeerlaubnis vorliegen muss. Bei der Gewerbeanmeldung sollten Sie in so einem Fall ggf. mit IHK und Handelskammer sprechen und eine rechtlich tragfähige Lösung finden. 

Renovierungen und bauliche Eingriffe: Wo die Grenze liegt

Darf ein Hausmeister renovieren? In der Regel können kleinere Renovierungsarbeiten zu den Aufgaben eines Hausmeisters gehören. Einen Laminatboden verlegen oder eine Tapete ausbessern und streichen, ist in aller Regel unproblematisch. Auch die Reinigung des Gebäudes oder leichte Ausbesserungen an Türen sind zumeist erlaubt. Wenn aus der Renovierung aber ein vollständiger Handwerksauftrag wird, sind gesetzliche Grenzen erreicht. Wenn Sie also komplette Wohnungen professionell tapezieren oder umfassende Umbaumaßnahmen durchführen, verlassen Sie oft den Rahmen einer Hausmeistertätigkeit. 

Rechtliche und verwaltungsbezogene Aufgaben, die tabu sind

Hausmeister und Hausverwalter sind zwei unterschiedliche Rollen, auch wenn beide praktisch oft zusammenarbeiten. Die Wohnimmobilienverwaltung ist allerdings erlaubnispflichtig und darf nicht einfach von einem Hausmeisterservice übernommen werden. Anhand eines Beispiels können wir Ihnen die Abgrenzung näherbringen. Ein Hausmeisterservice darf Zählerstände ablesen und an die Hausverwaltung übermitteln. Die Nebenkostenabrechnung hingegen gehört zu den Aufgaben der Hausverwaltung und darf offiziell nicht von einem Hausmeisterservice übernommen werden. Außerdem hat ein Hausmeister rechtlich keine Entscheidungsbefugnis über die Immobilie. Seine Aufgabe besteht darin, sie zu betreuen und ggf. Informationen an die Eigentümer oder Hausverwaltung weiterzuleiten. Diese steht dann in der Verantwortung, die entsprechenden Entscheidungen zu treffen und zu verantworten. 

Hausmeister mäht den Rasen auf der Außenanlage eines Wohngebäudes

Gehalt als Hausmeister: Was du verdienen kannst

Ein Gehalt für einen Hausmeister zu benennen, ist schwierig. Häufig arbeiten diese in kleineren Immobilien auf geringfügiger Basis und nicht selten wird das Gehalt mit der Miete verrechnet. Wenn es sich aber nicht um eine geringfügige Nebenbeschäftigung handelt, sondern um einen vollwertigen Job und die Betreuung vieler Wohneinheiten, hängt das tatsächliche Gehalt maßgeblich davon ab, welchen Arbeitgeber bzw. Auftraggeber Sie haben. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser zahlen häufig gute Gehälter und auch große Immobiliengesellschaften zahlen mitunter gut. Kleinere Vermieter und Eigentümer hingegen bewegen sich meistens eher im unteren Bereich der Einkommensspanne. Wir von Jooble berechnen allerdings regelmäßig auf Grundlage der Daten von vielen verschiedenen Stellenangeboten Durchschnittswerte. Für den Beruf Hausmeister ergibt sich daraus aktuell ein deutschlandweiter Durchschnitt von 33.780 € brutto im Jahr. Das entspricht einem Wert von 16,56 € in der Stunde. Natürlich ist neben dem Arbeitgeber auch die Region, in der Sie arbeiten, ein wichtiger Faktor, der sich auf das Gehalt auswirkt. In Metropolregionen wie München (durchschnittlich 18,76 EUR stündlich) oder Hamburg sind die Mieten besonders hoch und dementsprechend sind als Hausmeister auch höhere Löhne zu erzielen. Im ländlichen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein hingegen werden Sie sich im Normalfall eher im unteren Bereich der Lohnspanne bewegen. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Höhe des Lohns ist die Qualifikation. Wenn Sie eine abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung oder sogar einen Meistertitel vorweisen können, wirkt sich das meistens positiv auf den Gehaltszettel aus.

Voraussetzungen und Einstieg ohne festen Ausbildungsberuf

Kann man Hausmeister werden ohne Ausbildung? Ja, Sie können Hausmeister werden, ohne eine Berufsausbildung abgeschlossen zu haben. Hausmeister an sich ist ohnehin kein eigener Ausbildungsberuf. Sie können also keine klassische duale Ausbildung absolvieren, an deren Ende Sie sich staatlich geprüfter Hausmeister nennen dürfen. Allerdings ist eine handwerkliche Ausbildung natürlich von Vorteil und erhöht Ihre Chancen, eine Anstellung zu finden. Wenn Sie beispielsweise gelernter Klempner, Elektroniker oder Tischler sind, helfen die erlernten Fähigkeiten Ihnen, die Herausforderungen zu bestehen, die der Hausmeisteralltag mit sich bringt. Auch Maler und Tapezierer und Garten- und Landschaftsbauer sind beliebt, wenn es um die Wahl eines passenden Hausmeisters geht. Zwingend vorausgesetzt sind diese Qualifikationen aber nicht. Was Sie aber dringend brauchen, um als Hausmeister einen guten Job zu machen und einen Arbeit- oder Auftraggeber zu finden, sind folgende Eigenschaften und Qualifikationen:

  • Sie benötigen handwerkliches Geschick und ein gewisses technisches Verständnis. 
  • Sie brauchen in vielen Fällen einen Führerschein der Klasse B (Pkw). 
  • Sie müssen zuverlässig und vertrauenswürdig sein.
  • Sie müssen ein freundliches Auftreten und gerne auch ein gepflegtes Erscheinungsbild haben. 
  • Sie sollten in der Lage sein, eigenständig zu arbeiten und müssen körperlich belastbar sein. 

Hausmeister ist also zusammengefasst ein typischer Quereinsteigerberuf und kein klassischer Ausbildungsgang. 

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Vom Hausmeister zum eigenen Hausmeisterservice: Karrierewege

Wenn Sie als angestellter Hausmeister arbeiten, haben Sie langfristig verschiedene Möglichkeiten, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Wenn Ihr Traum “Eigener Hausmeisterservice gründen” ist, haben Sie gute Chancen. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung, der entsprechenden Branchenkenntnis und dem notwendigen Netzwerk, können Sie selbstständig Hausmeisterservices anbieten und oft deutlich höhere Einkommen erzielen, als wenn Sie angestellt tätig sind. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzuziehen und selbst Personal einzustellen. In diesem Fall sind Sie hauptsächlich für die Koordination und Personalverwaltung zuständig und müssen nicht mehr jede Schraube selbst anfassen, um Geld zu verdienen. Wenn Sie sich selbstständig machen, ist es allerdings sehr wichtig, dass Sie sich an die geltenden rechtlichen Begrenzungen halten. Sie können nicht einfach eine Vielzahl von Handwerksleistungen anbieten und als Hausmeisterservice verkaufen, sondern sollten vorab mit den zuständigen Institutionen abklären, welche Leistungen Sie abdecken dürfen und welche zusätzlichen Qualifikationen ggf. benötigt werden. Außerdem können Sie sich auch als angestellter Hausmeister auf verschiedene Fachbereiche wie Facility Management oder Haustechnik spezialisieren. Wenn Sie hingegen noch am Anfang Ihrer Karriere stehen und zuerst einmal eine Anstellung als Hausmeister suchen, möchten wir Ihnen abschließend noch unsere Stellenbörse an die Hand geben. Hier finden Sie deutschlandweit immer aktuelle Stellenangebote aus vielen unterschiedlichen Quellen und mit etwas Glück, haben Sie schon bald genau den passenden Job gefunden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute!